Faro Theater – Ein Weihnachtswunder für drei

Veronika Degler präsentiert erstmals ein Weihnachtsstück des Faro Theaters

Drei tierische Freunde auf dem Weg zur Krippe

erschienen in der Schwäbischen Zeitung  vom 31.12.2018

Zweimal restlos ausverkauft war das neueste Stück des Faro Theaters, mit dem Veronika Degler am letzten Samstag auf Einladung der Stadtbücherei im Spitalkeller zu Gast war. Bereits den ganzen Advent über war Degler im süddeutschen Raum mit ihrem Stück „Ein Weihnachtswunder für drei“ unterwegs – zu guter Letzt also auch noch in ihrer Heimatstadt. „Nach 25 Jahren Faro-Theater war dies nun mein erstes Weihnachtsstück und es ist super angekommen“ freut sich Degler im Gespräch mit der SZ. Den ganzen Sommer und Herbst über habe sie am Bühnenbild und der Requisite gebastelt und geprobt und geprobt. Es hat sich gelohnt. Rund 35 Kinder und genauso viele Erwachsene verfolgten gespannt die Geschichte vom Stachelschwein, dem Angsthasen und dem Flunkerfuchs, die sich in nicht ganz zufälliger Ähnlichkeit zu den Heiligen drei Königen auf den Weg machen und gemeinsam einem Stern folgen.

Das Stück lehnt sich an das gleichnamige Bilderbuch von Annette Langen an, aus dem die drei unterschiedlichen Charaktere, also das vereinsamte Stachelschwein mit dem niemand kuscheln will, das ängstliche Häschen und der reimende Flunkerfuchs stammen. Dass sich der Fuchs im Laufe des Stückes zu einem „wahren Dichter“ entwickelt, ist zwar Teil des Weihnachtswunders, liegt aber vor allem daran, dass Degler mit großer Freude und Begeisterung die humorigen Verse kreiert hatte. Das „Weihnachtswunder für drei“ ist aber mehr. Es ist mehr als das Auffinden der heiligen Familie im Stall in Bethlehem, der sich direkt unter dem großen Stern befindet. Der Ochs im Stall hatte starke Zweifel, ob dies wirklich der richtige Ort für ein Wunder war. Zu Recht, denn das großartige Wunder in dieser Weihnachtsgeschichte liegt darin, dass die drei Weggefährten zusammenhalten, dass das Stachelschwein nicht mehr allein ist, dass das Häschen kein Angsthase mehr ist und die Dichtkunst des Fuchses bewundert wird.

Degler lässt die Geschichte für Kinder ab vier Jahren von einem Schafhirten erzählen. Sein Schäferwagen wandelt sich fast wie ganz von alleine in eine morgenländische Landschaft, mit Palmen und einer stolzen Stadt auf dem Hügel. Orientalische Flötenklänge begleiten die Geschichte und dem aufmerksamen Zuhörer bleibt es nicht verborgen, dass es sich bei den Melodien um Variationen von „Stille Nacht, heilige Nacht“ handelt. In andächtiger Stille endet das Stück, doch der wohlverdiente, kräftige Applaus lässt nicht lange auf sich warten.

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