Altstadtfest – Ein Abend auf der Hochstatt

In der Polonäse über die Hochstatt 

Rocksox begeistern die Besucher aus nah und fern

 

veröffentlicht in der Schwäbischen Zeitung vom 31. Juli 2017, Ausgabe Bad Waldsee- Aulendorf

Die Hochstatt in Bad Waldsee ist einer der Kulminationspunkte, an dem die Besuchermassen aus allen Richtungen zusammentreffen. Die Attraktivität der Hochstatt wird entscheidend mitgeprägt durch die Bühne auf der Jahr für Jahr eine hochkarätige Rock_ und Popband im Auftrag der Stadt Bad Waldsee auftritt. „Wir organisieren nur die Musik auf der Hochstatt am Samstag und Sonntag“ erklärt Marc Fischer von der Stadt Bad Waldsee, der dieses Jahr für die Organisation zuständig war. Das Musikangebot an den anderen Ständen und Plätzen organisieren die Vereine in Eigenregie. Die Wahl der Stadt fiel dieses Jahr auf die Coverband Rocksox, die auch in den zurückliegenden Jahren schon zweimal auf der Hochstattbühne gestanden hat. „Bisher war es immer der Sonntagabend, jetzt ist es erstmals der Samstag“ präzisiert Jo Herrmann von Rocksox die Auftritte auf Nachfrage der SZ.

Das Angebot auf der Hochstatt lockt die Besucher aus nah und aus fern. Alex, er bezeichnet sich als bayrischer Oberschwabe, ist aus Regensburg gekommen. Seit Jahren kommt er zum Altstadtfest, „denn auf der Hochstatt ist immer eine tolle Band, eine geile Stimmung und man kennt einfach die Leute. Das ist top in Bad Waldsee“. Derweil spielen Rocksox gerade „Hotel Califonia“ von den Eagles. Auch eine Kurgästin ist von der Atmosphäre auf der Hochstatt total begeistert. Es sei ihr jetzt bereits zum dritten Mal gelungen, die Kur so zu organisieren, dass sie während des Altstadtfestes in Bad Waldsee ist, verrät sie der SZ. Diese beiden gehören zweifellos zu jenen Festbesuchern, die lange Zeit des Abends auf der Hochstatt verbringen. Dann gibt es aber auch die wandernde Masse, die in permanenter Bewegung um den Stock kreist. Die SZ hat ein paar von ihnen befragt, sie waren auf der Suche nach ihren Freunden, dem Opa im Schlepptau hat die Musik nicht gefallen oder sie haben keinen Platz zum Zuhören gefunden. In der Tat ist es zur späten Stunde schwierig die Hochstatt zu überqueren. War zu Beginn des Konzerts noch ein mehrere Meter breiter Korridor vor der Bühne frei, so stehen die Menschenmassen später in dichten Reihen. Die Rocksox spielen mal wieder einen Song von Joe Cocker. Egal ob „Summer in the City“, „Unchain my heart“ oder „“With a little help from my friends“ es sind legendäre Hits der Popgeschichte, die das Publikum begeistern. Ein Durchkommen vor der Bühne ist jetzt nur noch in Form einer Polonäse möglich. Im Gegenverkehr schiebt sich die wandernde Menschenmasse zwischen Musikfans hindurch. Auch Stefan Senko ist extra auf die Hochstatt gekommen, „denn das ist genau unsere Musik“ äußerst er sich total begeistert über den Auftritt von Rocksox. Gerade läuft „Wish you were here“ von Pink Floyd. Auch Bernadette Behr genießt das längere Verweilen auf der Hochstatt. Dicht neben der Bühne hat sie mit ihren Freundinnen einen Platz gefunden. „Da sieht man über kurz oder lang die ganzen Ur-Waldseer vorbeiflanieren, die alle ihre Stockrunden drehen“. Also ein idealer Platz um viele Bekannte zu treffen, ohne selber viel unterwegs sein zu müssen.

Ganz bestimmt den ganzen Abend auf der Hochstatt sind die Mitglieder des Fanfarenzugs und der Highland Pipes and Drums, die ihre Stände direkt gegenüber der Bühne haben. Um ein eigenes Musikprogramm müssen sie sich nicht kümmern, sie haben aber auch keinen Einfluss auf die Musik an ihrem Stand. Simone Post vom Fanfarenzug Bad Waldsee findet es gut das ihr Stand direkt gegenüber der Bühne steht, „denn so ist immer was los“.

Eine Aussage, die auch eine siebenköpfige Clique von Hobbybrauern bestätigen wird, die extra aus dem badischen Rastatt angereist sind, um die Atmosphäre beim Altstadtfest und das oberschwäbische Bier zu genießen.

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