Aulendorfer Christkönigsfest

30 Jahre Aulendorfer Christkönigsfest

Weihbischof Dr. Johannes Kreidler dankt Aulendorfern für ihre Treue

veröffentlicht in der Schwäbischen Zeitung vom 27.11.2017, Ausgabe Bad Waldsee – Aulendorf

 

Zum dreißigsten Mal feierte die St. Martin Kirchengemeinde in Aulendorf ihr ganz besonderes Christkönigsfest – ein Fest der Vereine, der Gruppierungen und der Institutionen. Diese Besonderheit, die in der Region ihresgleichen sucht, fußt seit Anbeginn auf dem großen Engagement des Liturgiekreises unter der Federführung von Helmut Hecht. Zum Jubiläum kam neben den Vertretern von insgesamt 34 Vereinen und Gruppierungen als besonderer Gast der Weihbischof Dr. Johannes Kreidler, der sich vom Gottesdienst mit Fahnen und Fürbitten aller Gruppierungen sehr beeindruckt zeigte.

Zum Einzug der Fahnenabordnungen und Zelebranten ertönte von der Orgelempore ein beschwingtes, modernes und dennoch sehr feierliches Instrumentalstück des Musikvereins Blönried-Zollenreute. Dirigent Christoph Schoch hatte mit dem Concerto D´amore von Jacob de Haan das richtige Gespür bei der Musikauswahl für diesen Jubiläumsgottesdienst bewiesen. Teils zum Zuhören, teils zum Mitsingen waren die Lieder vom Liederkranz Aulendorf, der dieses Jahr unter der Leitung von Gerlinde Rief-Siegle den Gottesdienst mit gestaltete.

Das Besondere des Aulendorfer Christkönigsfestes sind aber die Vereine und Gruppierungen. Bei den Fürbitten kommen sie alle zu Wort und tragen ihre Anliegen vor Gott und die versammelte Gemeinschaft. Vielfältig ist das dabei gezeigte Zeugnis des Glaubens und der bürgerschaftlichen Solidarität. Häufig war die Bitte der musizierenden Gruppen, dass ihre Musik den Musikern und Zuhörern Freude bereiten möge. Beim Reit- und Fahrverein hatte man die Pferde im Blick, die als Gottes Schöpfung mehr als ein Sportgerät sind. Die Hospizgruppe appellierte an das hörende Herz und die Wertschätzung für das einmalig gelebte Leben ohne dieses zu bewerten.

Eine Möglichkeit Christus in gelebter Liebe und Solidarität zu begegnen, zeigte das Evangelium des Christkönigssonntags. So konnte Kreidler in seiner Predigt leicht eine Brücke zu „dem nach außen sichtbaren Zeugnis des Glaubens und der bürgerschaftlichen Solidarität“ der anwesenden Vereine herstellen. Dem gegenüber steht eine Welt, die „äußerst ungesichert lebt“ so Kreidler. Engagiert und mitreißend fragte er angesichts dieser von Rissen durchzogenen Welt „Was trauen wir Gott noch zu?“ Die Liebe an Jesus Christus als Fixpunkt des Lebens sei das Entscheidende. Und mit einem Zitat der Dichterin Hilde Domin konzentrierte Kreidler den Feiertag noch einmal auf das Wesentliche „Nicht im Stich lassen – sich nicht und andere nicht. Das ist die Mindest-Utopie, ohne die es nicht lohnt, Mensch zu sein.“

Info: Mit Fürbitten beteiligten sich am Gottesdienst (Reihenfolge der Fürbitten): die Firmlinge, die Ministranten, die Freiwillige Feuerwehr, der Musikverein Tannhausen, die Stadtkapelle, die Blutreitergruppe, der Reit- und Fahrverein mit dem Pferdesportverein, der Sängerbund, der Fanfarenzug, die Schussentäler Schalmeien, das Orchester der Musikschule Sedelmayr, die Narrenzunft, der Handels- und Gewerbeverein, die Sportgemeinschaft Aulendorf, die Schonstatt Familie, der Musikverein Blönried-Zollenreute, die Erstkommunikanten, das Deutsche Rote Kreuz, der charismatische Gebetskreis Emmaus, der Kirchengemeinderat, der Freundeskreis Kaplan Figel, die Kolpingfamilie mit dem Kolpingladen Solisatt, das Ponticelli Ensemble, die Bahnhofsmission, die Legio Mariens, der Kirchenchor, die Stadtverwaltung Aulendorf, Aktionsgemeinschaft für das Leben, der Asyl- und Helferkreis, die Nachbarschaftshilfe, der Shalom Chor, die Hospizgruppe und der Liederkranz.

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