Erwin-Hymer-Museum Oldtimer-Sommerfest

So was muss man gesehen haben

Historische Wohnwagen locken mehrere tausend Zuschauer von überall her

Veröffentlicht in der Schwäbischen Zeitung vom 14. August 2017, Ausgabe Bad Waldsee – Aulendorf

 

Bad Waldsee (dhe): Sommerzeit ist Ferienzeit und dann dreht sich alles ums Reisen – und um nichts anderes ging es auch beim Großen Oldtimer-Event am vergangenen Wochenende auf dem Gelände des Erwin-Hymer-Museums. In einen wuseligen Campingplatz verwandelte sich das Freigelände, mit der kleinen Besonderheit, das ausschließlich betagte Caravans samt passendem Zugfahrzeug, so wie exotische Wohnmobile zugelassen waren. Und noch eine Besonderheit – auf diesem Campingplatz waren Besucher ausdrücklich erwünscht, die umherschlenderten, um sich die Fahrzeuge anzuschauen und die oft mühevolle Restaurationsarbeit der Besitzer zu bewundern. Ein Angebot, das sowohl Samstags wie Sonntags mehrere tausend Besucher angelockt hatte. Auch Brigitte und Holger Eckartsberg aus Heidenheim haben ihre Urlaubsreise extra so geplant, dass ein Abstecher in Bad Waldsee möglich ist. „So was muss man einfach gesehen haben“ ist Holger begeistert. Seiner Frau gefällt vor allem, dass die Besitzer der historischen Modelle anwesend sind und man direkt mit ihnen fachsimpeln kann, „das ist schon viel interessanter als nur im Museum“.

Das Schöne am Gang über den Campingplatz, ist ja, dass es nicht nur die historischen Wohnwagen zu sehen gibt, sondern bei fast allen Gespannen ist auch ein passendes Zugfahrzeug dabei. Da gibt es natürlich den dicken Buick, der einen Airstream am Haken hat. Recht oft hingegen sieht man aber auch den guten alten VW-Käfer als Zugmaschine. An passenden, leichten Wohnanhängern gibt es allerdings nicht so viel, weiß Tobias Georgii, der selber 2CV Fahrer und Sammler ist (Anm.d.Red. Der 2CV von Citroen ist besser bekannt als Ente). „Gerade der Puk von Hymer ist bei den Käfer- und 2CV-Fahrern sehr gefragt. Dementsprechend gehen da die Preise für gute Gebrauchte zurzeit nach oben“, so Georgii.

Lady Sunshine & The Candy Kisses, eine typische 50-er Jahre Band, hatte das passende Musikrepertoire und setzte so der lässigen Campingatmosphäre das Krönchen auf. Lieder wie „Poetry in motion“ oder der „Itsy Bitsy Honululu Strandbikini“ tönen über das Campinggelände und ergänzen die Sommerausstellung „Bademode im Wandel der Zeit“ auf charmante, akustische Weise. Auch die beiden Camperinnen Birgit und Margit haben sich gezielt mit dem Sommermotto beschäftigt. Flotte Bademoden hängen an ihrer Wäscheleine. Mit dem 53 Jahre alten Wohnwagen , dem Zaun, dem klappbaren Ententeich, dem Blumenkasten und den unzähligen liebevollen Accessoires wollten die beiden ursprünglich einmal den typischen Dauercamper karikieren. Inzwischen haben sie an dieser Art Urlaub zu machen aber Gefallen gefunden. „Auf den Campingplätzen im Süden sind wir mit diesem Gespann die Show“ erzählen sie begeistert.

Wie man einen Oldtimer als Zugmaschine für den historischen Caravan umbaut, zeigten Kfz-Meister Franz Nuber und Stefan Schott an einem alten Opel Rekord, der im Museum auf der Hebebühne stand.

Nachdem am Samstag die meisten Besucher wieder zuhause waren, stieg am Abend auf dem Campingplatz eine großartige Camper- und Fahrerlagerparty. Mit Lagerfeuer und dem wuchtigen Rock von „The Crazy Crocodile Band“ endete ein abwechslungsreicher Tag auf dem Campingplatz des Erwin-Hymer-Museums.

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