Finsteres Moos mit Überflutungsfläche

Regenwasser flutet kontrolliert das Finstere Moos

Wassertechnische Anlage wurde neu errichtet

Veröffentlicht in der Schwäbischen Zeitung vom 05. Juli 2021

Spaziergänger auf dem Weg zum Mostbauer, Hundeläufern und den Bahnreisenden dürfte eine neue Wasserfläche im Finsteren Moos bereits aufgefallen sein. Nach Bauarbeiten im zurückliegenden Winterhalbjahr kann man inzwischen inmitten der Ackerflächen eine regelmäßig überflutete Fläche entdecken, die nicht ganz die Größe eines halben Fußballfeldes hat. Bei näherer Betrachtung fällt ein aus Beton errichtetes Rechen- und Überlaufbauwerk auf. Es handelt sich also um eine ingenieurtechnische Anlage und nicht um den nächsten See für Bad Waldsee und vermutlich auch nicht um einen neuen Fischteich. Die SZ hat bei der Stadt Bad Waldsee nachgefragt und erfahren, dass es sich um eine Überflutungsfläche handelt, die von der Stadt Bad Waldsee im Zuge der Erschließung des Baugebietes „Beim Pfändle“ erforderlich war. Brigitte Göppel von der Stadt Bad Waldsee erklärt, dass im Baugebiet Schmutz- und Niederschlagswasser in getrennten Kanalsystemen abgeleitet wird. Das Niederschlagswasser werde in der Nähe des Hägelesmoos in den Riedbach eingeleitet. Im Zuge der wasserrechtlichen Genehmigung für die Einleitung galt es zu verhindern, dass das nachfolgende Gewässersystem durch zu viel Wasser belastet wird. Die im Finsteren Moos angelegte Überflutungsfläche läuft automatisch ab einem definierten Wasserstand im Riedbach voll und kann insgesamt 800 m³ Wasser zurück halten. Bei nachlassendem Wasserstand im Riedbach läuft die Überflutungsfläche wieder komplett leer. Es wird also keinen weiteren See in Bad Waldsee geben. Die Bauarbeiten an der Überflutungsfläche sind noch nicht ganz abgeschlossen. Als Ausgleich für den Eingriff in den Naturhaushalt wird die Stadt Bad Waldsee den geradlinigen Riedbach auf einer Länge von 100 Metern und einer Streifenbreite von 10 Metern naturnah umgestalten und Gehölze pflanzen, erklärt Göppel. Wie auf dem Foto zu sehen ist, wurde die Fläche bei den letzten Niederschlägen bereits ordentlich überflutet.

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