Jugendmusikschule Schülerkonzert 2019

Musikalisch vielfältiges Konzert begeistert Fans der Jungmusiker

Die Jugendmusikschule zeigt ein buntes Potpourri ihres Angebotes

veröffentlicht in der Schwäbischen Zeitung vom 22.07.2019

Mit dem Schülerkonzert zum Schuljahresende steht im Kulturkalender ein äußerst abwechslungsreicher Termin, bei dem neben dem Musikerlebnis auch das vielfältige Schaffen und Wirken der Jugendmusikschule präsentiert wird. Es ist deshalb erstaunlich, dass sich das rund 120-köpfige Publikum am Freitagabend in der Stadthalle fast ausschließlich aus den familiären Fanclubs der Jungmusiker zusammensetzte.

Rund 40 Musiker wechselten sich auf der Bühne ab und hatten zusammen mit den Lehrkräften vom geflöteten Kinderlied bis zu legendären Jazzstandards ein breitgefächertes Musikangebot vorbereitet. Das zwölfköpfige Streicherensemble unter der Leitung von Salome Hänsler und Christoph Theinert eröffnete den Abend mit dem bekannten und eingängigen Stück „Conquest of paradise“ in dem die Cellisten für die Dramaturgie sorgten, während die Violinen die allseits bekannte Melodie spielten. Einen schönen Vortrag mit Kinderliedern auf der Blockflöte gab es von den beiden Mädchen Jule Geyer und Luise Freudenberg. Ihre Lehrerin Marina Bühler war später sogar noch selber zu hören, als sie zusammen mit Annika Zell auf der Querflöte eine Gavotte aus der Barockzeit spielte und die Zuhörer zu einer Gedankenreise in prächtige Schlösser entführte. Unter der Leitung von Hubertus Conrady überzeugten die beiden Geschwister Waldemar und Nicole Rickert mit zwei Jazzstandards für Piano und Saxophon. Tagesaktuell geradezu das Stück „Fly me to the moon“, jährte sich doch die Mondlandung am Wochenende zum 50-ten mal. Mehr Jazz und mehr Saxophon gab es mit dem Stück „Take five“ unter der Leitung von Thomas Scholz, in dessen Gruppe nicht nur Nicole Rickert, sondern auch Jakob Nold, Nicole Schöllhorn und Jessica Kloos spielten. Letztes Jahr zum ersten Mal beim Schülerkonzert dabei, zeigte Max Gerlach am Schlagzeug auch dieses Mal sein großartiges Potential und Können. Aufgrund der Instrumentierung könnte er zusammen mit der Gitarrengruppe von Manfred Fuchs problemlos eine Rockband gründen. Julian Schaz, Daniel Wiens und Jonas Hölderl jammten mit dem Stück „Hit the bass“ entspannt ins Wochenende – und man hätte stundenlang zuhören können. Musikalisches Kontrastprogramm war dagegen der Bravourwalzer, den David Näher mit dem Tenorhorn vortrug und der von Joachim Baar am Klavier begleitet wurde. Mit konzertanten Blasmusikstücken hat sich der Komponist Jacob de Haan einen Namen gemacht. Die Lehrerin Christine Zimmermann hatte für ihre Klarinettengruppe das Stück „Kontraste“ ausgewählt, dass von Hannah Mohr, Judith Rundel und Karla Natter souverän vorgetragen wurde. Elena Becker hatte zwei Schüler dabei. Zum einen war da Luca Merk der auf dem Klavier die rhythmisch und dynamisch anspruchsvolle Filmmusik „Black Pearl“ spielte, zum anderen sang Lilly Mall das Stück „Never Enough“, das weniger durch melodiöse Strophen, sondern vielmehr durch den arienartigen Refrain geprägt war. Bombastisch ist auch der Auftritt der Percussiongruppe von Ralle Fricker. Mit dem Stück „Samba de Janeiro“ zeigten Lorenz Hein, Fabian Lessig, Jonas Frickel, Bastian Kamm, Luis Hessdörfer und David Nebenführ wie spannend Musik ohne Melodie sein kann, wenn dank exakter Einsätze jeder Schlag sitzt.  

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