Lauffieber in Bad Waldsee

Eines Stunde und fünfundvierzig Minuten auf dem roten Ballon

Haus am Stadtsee hat sich als Wettkampfbüro bewährt

Erschienen im Themendossier “Lauffieber” der Schwäbischen Zeitung am 20.05.2017

Gerade hat das Wettkampfbüro im Haus am Stadtsee geöffnet, da kommt Eckart Knof mit einem Dutzend roter und gelber Ballons in der Hand. „Das sind die Ballons für die Pacemaker“ so die kurze Information an den fragenden Pressevertreter der SZ. Die Pacemaker sind jene Läufer, die selber nicht auf Sieg laufen, sondern die Strecke in einer definierten Zeit absolvieren, so dass sich andere Läufer am Tempo der Pacemaker orientieren können. Sigrid Knof beschriftet die Ballons mit den Zielzeiten. Eine Stunde und 45 Minuten wird Peter Rigöl als Pacemaker beim Halbmarathon anstreben. An seine Füße wird sich Alexander Banert aus Biberach klemmen. Er läuft zum ersten Mal in Bad Waldsee und hat auch gleich noch zwei Mitarbeiter seines Steuerberaterbüros mitgebracht, die mit ihm zusammen die große Schleife nach Reute in Angriff nehmen. „Das Wetter ist super, die Lauftemperaturen sind optimal“ freut er sich. Das gute Wetter beschert auch den Organisatoren einen lebhaften Ansturm bei den Nachmeldungen. Die Abläufe im Wettkampfbüro sind bestens eingespielt, nachdem man im vergangen Jahr erstmals ins Haus am Stadtsee gezogen war. Franz Lorinser vom Organisationsteam ist rundum zufrieden mit den Räumlichkeiten und der Unterstützung der Stadt Bad Waldsee. „Die Größe ist optimal und auch die Nähe zu den Duschen sprechen für das Haus am Stadtsee als Wettkampfbüro“ so Lorinser. Auch das Ambiente kommt bei den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern sehr gut an. Diese sind dieses Jahr übrigens in knallig rote T-Shirts gekleidet auf denen ein orangefarbenes Schuhprofil zu sehen ist. „Die T-Shirts kommen dieses Jahr bei den Helfern sehr gut an“, weiß Renate Brauchle, die am Samstagmorgen die vielen Helfer betreut.

Lauffieber in Bad Waldsee, das muss einfach sein. Dies bestätigen sowohl Dagmar Ernst, wie auch Lydia Ettenhofer, die sich beide noch für den 10000-Meter Lauf anmelden. Für Ernst ist es das erste Mal, dass sie am Halbmarathon verhindert ist, aber Mitlaufen, das muss sein, „immer und jedes Jahr“ sagt sie. Ettenhofer hingegen läuft seit Jahren die 10000-Meter Strecke. Im Organisationsteam ist die passionierte Läuferin bestens bekannt und dementsprechend herzlich sind die Begrüßungen im Wettkampfbüro.

Im Angesicht der morgendlichen Bambini- und Kidsläufe kommen auch immer mehr Eltern mit ihren Kindern. Für viele führt der Weg nicht nur zur Startnummernausgabe sondern auch gleich noch zu Anna Freitag vom Knax-Team der Sparkasse. Alle Kinder, die für das Knaxteam an den Start gehen, erhalten ein Team-Shirt und haben die Möglichkeit einen extra Läuferinnenpokal zu gewinnen.

Prima Stimmung am Wendepunkt in Reute

Die Familie feuert die Läufer an

Erschienen im Themendossier “Lauffieber” der Schwäbischen Zeitung am 20.05.2017

Schon 45 Minuten nach dem Start im zehneinhalb Kilometer entfernten Bad Waldsee bogen die beiden ersten Läufer in Reute auf den Brunnenplatz ein. Johannes Sebastian David und Michael Kurray wurden von den Cheerleaders Golden Stars aus Aulendorf und rund 50 begeisterten Schlachtenbummlern begrüßt. Besonders stark brandet die Begeisterung der Zuschauer immer dann auf, wenn der Sohn, Vater, Ehemann oder gar der Enkel vorbei kommt. Alex Payer aus Bad Waldsee ist solch ein Glücklicher – die Mutter, die Oma und die Freunde bilden einen kleinen Fanclub und sparen nicht mit Applaus und Aufmunterungsrufe. Ähnlich erging es auch Matthias Reichels aus Riedlingen, der seinen ersten Halbmarathon überhaupt gelaufen ist. Einer spontanen Eingebung folgend hat er sich am Vormittag zur Teilnahme entschlossen. Frau Heike und Tochter Annika stehen in Reute am Streckenrand und sind begeistert, als der Papa nur 13 Minuten nach Kurray und David vorbei läuft.

So wie die persönlich bekannten Läufer am Wendepunkt vorbei sind, machen sich die Familien und Freunde auf den Weg nach Bad Waldsee, um die Läufer auch auf den letzten Metern vor dem Ziel nochmals kräftig anzufeuern.

Michael Mader moderierte eine gute Stunde in Reute, informierte die Zuschauer über die Namen der Läufer und ermunterte diese lautstark zum Durchhalten.

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