Ruderregatta – Herbst

Besucher und Sportler von schöner Stimmung bei der Herbstregatta begeistert

Egal welche Leistungsklasse, jeder kann mitmachen und jeder kann gewinnen

veröffentlicht in der Schwäbischen Zeitung vom 24.09.2018

Die Resonanz auf die Herbstregatta war dieses Jahr in der Ruderwelt äußerst gut. Angesichts der sehr guten Meldequote ist der erste Vorsitzende des Rudervereins Dieter Seebold auch sehr zufrieden, denn „viele Vereine bedeutet auch viele Rennen“. Insgesamt 212 Rennen listet das Programmheft während den zwei Renntagen am vergangenen Wochenende auf. Also genug Gelegenheit für alle Einwohner und Gäste von Bad Waldsee in der goldenen Herbstsonne eine gemütliche Runde um den See zu flanieren und sich von der Rennbegeisterung der Jugendlichen und deren Fans anstecken zu lassen.

Ob die besten Ruderer nun aus Potsdam oder aus Baden-Württemberg kommen, darüber diskutieren gerade Karin, Rudi und Helmut, die ihre Reha in Bad Waldsee verbringen. Live haben die drei eine Ruderregatta noch nie erlebt und Helmut zeigt sich gegenüber der SZ begeistert „das ist schon viel interessanter als nur im Fernsehen“. Das Live-Erlebnis schätzt auch Elmar Horsch, der sich mit seinem Klappstuhl direkt neben einem der Stege platziert hat. Er ist als Begleiter des Stuttgart-Cannstatter Ruderclubs mit nach Bad Waldsee gereist, für den insgesamt zwölf Jugendliche an den Start gehen. „Wichtig ist aber vor allem, dass das Mitmachen an so einem Wettbewerb für die Jugendlichen Spaß macht“. Genau das ist auch das Konzept, der Kurzstreckenregatta in Bad Waldsee, die heuer bereits zum 56-ten Mal veranstaltet wird. Seebold erklärt, dass aufgrund der verschiedenen Leistungsklassen in unterschiedlichen Altersklassen bis hin zu den Mixed-Booten eine breite Vielfalt von Startmöglichkeiten vorhanden ist. Ehrenpräsident Herbert Zettler ergänzt, dass im Gegensatz zum Bundesligarennen vor zwei Wochen, „jeder mitmachen und auch jeder siegen kann“.

Doch auch die Siege in Bad Waldsee müssen hart verdient sein. Gegen eine äußerst schwere Konkurrenz haben Timm Rienecker und Jonathan Fitzky im A-Jugend Doppelzweier am Samstagnachmittag gewonnen. Die beiden sind zwar amtierende Landesmeister in Baden-Württemberg aber ihr Trainer Gerhard Fitzky zollte den Gegnern Respekt und ist umso glücklicher über den Sieg seiner Schützlinge. Fitzky kommt mit dem Wassersportverein Waldshut schon seit 14 Jahren nach Bad Waldsee und zeigt sich von der guten Organisation, sowie der schönen Atmosphäre am See begeistert. Die direkte Verbindung von See und Stadt ist sicher eines der Alleinstellungsmerkmale von Bad Waldsee. Für die beiden Waldseer Michael Trieb und Jacqueline Besemer jedenfalls ist es ein wichtiger Grund, warum für sie ein Regattabesuch auf jeden Fall jedes Jahr dazu gehört. „Rudern gehört zu Waldsee und die Regatta gehört in den Jahresablauf“ erklären sie gegenüber der SZ. Da beide aktive Sportler sind, haben sie einen direkten Bezug zu den Leistungen der Ruderer. Sportliches Hintergrundwissen hatte auch jener Besucher, der mit einem hochwertigen Fernglas am Ufer stand und die Rennen beobachtete. Dank zehnfacher Vergrößerung, so erklärte er, sehe er genau, wie die Ruder ins Wasser tauchen, ob es unnötigerweise spritzt und ob die Holme richtiggedreht werden. Für das Herbsterlebnis Ruderregatta ist jedoch solch ein Detailwissen nicht vonnöten. Es genügt in der goldenen Herbstsonne das wuselige Treiben auf dem See zu verfolgen, sich bei den Rennen von der Begeisterung der aufmunternden Zurufe anstecken zu lassen und im Bootshaus Kaffee, Kuchen und Pommes zu konsumieren.

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