St. Peter Erstkommunion im Herbst

Erstkommunion findet erstmals im Herbst statt

Familien sind froh, dass die Kinder jetzt zur Erstkommunion gehen

veröffentlicht in der Schwäbischen Zeitung vom 21.09.2020

Mit einer Verspätung von fünf Monaten traten am gestrigen Sonntag 31 Erstkommunionkinder in der Kirchengemeinde St. Peter erstmals an den Tisch des Herrn um von Pfarrer Thomas Bucher die heilige Kommunion zu empfangen. Durch eine Aufteilung in zwei Gottesdienste war es den Verantwortlichen in St. Peter möglich die Abstandsvorschriften aufgrund der Corona Pandemie einzuhalten.

Dreht man das Rad der Zeit zurück auf Anfang März, dann befanden sich 59 Kinder in freudiger Erwartung, denn unmittelbar nach Ostern wird traditionell der Weiße Sonntag gefeiert. In Erinnerung an die weißen Taufgewänder der frühen Christenheit erhielt der erste Sonntag nach Ostern seine Bezeichnung. Anstelle eines festen Tauftermins für Neuchristen rückte im 19-ten Jahrhundert dann die Feier der Erstkommunion. Seit dem vergangenen Herbst hatten sich die Familien mit Erstkommunionkindern auf dieses Fest vorbereitet. Gemeindereferentin Kerstin Ploil hatte sich um die inhaltliche Hinführung der Kinder zum Sakrament der Erstkommunion gekümmert. Die Proben für den Festtag waren bereits terminiert. Doch dann kam alles anders. Zwar wurden die Osterfeierlichkeiten in St. Peter noch in reduzierter Form und als YouTube Livestream begangen, aber für die Feier der ersten heiligen Kommunion war dies keine Option und zunächst einmal wurde der Weiße Sonntag abgesagt.

Nun konnte er also doch noch stattfinden und dazu noch bei herrlichstem Herbstwetter, wie es im wetterlaunigen April oft nicht gegeben war. Die Verantwortlichen von St. Peter hatten, um das von der Diözese vorgegebene strenge Hygienekonzept zu erfüllen, die Erstkommuniongruppen nochmals geteilt, so dass alleine in St. Peter insgesamt vier Erstkommuniongottesdienste stattfinden. Für jede Familie ist eine Bank reserviert. Jede zweite Sitzbank ist abgesperrt und blieb leer. Auf den feierlichen Ein- und Auszug der Kommunionkinder mit großer Ministrantenabordnung und dem Spiel der Musikkapelle auf dem Kirchplatz musste verzichtet werden. Geleitet von Ordnern betraten die Familien der Erstkommunionkinder gesondert die Kirche und die Kinder nahmen bereits vor Beginn der Messe ihren Platz im Chorraum ein. Animierte in den vergangenen Jahren die Jugendgottesdienstband noch zum kräftigen Mitsingen, so bestand heuer für die Musiker die Aufgabe darin, den Gemeindegesang zu ersetzen und den feierlichen Rahmen zu gewährleisten, was hervorragend gelungen ist.

Die reduzierte Zahl der Gottesdienstteilnehmer hatte als positiven Nebeneffekt, dass im Kirchenschiff eine ruhigere und andächtigere Atmosphäre war, als in den zurückliegenden Jahren. So scheint die Aufteilung in kleinere Gruppen durchaus auch Vorteile zu haben, wie Ploil am Ende des zweiten Gottesdienstes feststellte.

Simon Leiprecht, Vater von zwei Kommunionkindern, war ebenfalls glücklich, dass die Feier der Erstkommunion nun stattfinden konnte, nachdem die Kinder schon sehnsüchtig gewartet haben. „Es war schön und standesgerecht“ äußert er sich zufrieden am Ende des Gottesdienstes. Auch Bucher dankte allen Beteiligten für die jetzt gezeigte Tugend der Geduld, die aufgrund der besonderen Umstände gefordert war. Genauso wie die Familien der Erstkommunionkinder war auch Bucher überaus glücklich, dass 2020 noch eine Feier der Erstkommunion möglich war.

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