St. Peter – Krippenspiel

Das ist Weihnacht – Krippenspiel erzählt die biblische Geschichte von der Geburt Jesu

Annähernd 500 Kinder und Erwachsene füllen Kirche bis auf den letzten Platz

veröffentlicht in der Schwäbischen Zeitung vom 27.12.2017, Ausgabe Bad Waldsee – Aulendorf

Um 16:00 Uhr startete am Heiligen Abend das Krippenspiel in der Pfarrkirche St. Peter. Doch bereits eine halbe Stunde vorher waren die besten Plätze in der stimmungsvoll beleuchteten Kirche besetzt. Nur noch Notplätze bekam, wer erst um 16.00 Uhr zur Kirche kam. Traditionell starten viele Familien mit Kindern, Eltern und Großeltern die Weihnachtsfeiertage mit dem kirchlichen Krippenspiel, bevor die heimischen Feierlichkeiten beginnen. Es ist die Geburt von Jesus Christus, die das Weihnachtsfest ausmacht, erklärt Gemeindereferentin Sandra Weber.

Diese Geschichte von der Geburt Jesus Christus stand natürlich im Mittelpunkt der Krippenfeier. Eine Kindergruppe unter der Leitung von Maria Hirthe hatte sich seit November regelmäßig getroffen um die Lieder und Texte zu üben, die in kindgerechter Sprache die biblische Geschichte erzählen. Die 30 Kinder übernahmen die Rollen von Josef und Maria, der Hirten, der Bürger und Kinder aus Bethlehem und selbstverständlich der jubilierenden Engelsschar. Gemeinsam mit einer schier nicht endenden Anzahl von Ministranten zogen die Akteure des Krippenspiels in die Kirche ein. Die Hirten hatten große Stofftiere dabei und die Kinder aus Bethlehem Geschenke, die sie im Laufe des Spiels dem neugeborenen Jesuskind brachten. Der Alltag der Kinder fand so eine direkte Beziehung mit der Geburt Jesu. Die biblische Geschichte erzählten sich die Akteure im Dialog, so wie sich wichtige Neuigkeiten eben schnell verbreiten: „hast du schon gehört….“, „da soll ein ganz besonderes Kind geboren sein…“, „die armen Leute haben keine Unterkunft bekommen….“ und „kommt wir wollen hingehen und schauen“. Nicht nur die Engelchen sangen die Verkündigung der frohen Botschaft, sondern gemeinsam mit den Gottesdienstbesuchern wurden Weihnachtslieder gesungen, die von Hermann Hecht am E-Piano begleitet wurden.

Gemeindereferentin Weber lenkte in ihrer Ansprache den Blick vom Jesuskind in der Krippe auf den Gott der vor 2000 Jahren in Bethlehem Mensch geworden ist. „Wie ist Gott? – Gott ist mutig, denn er wagte sich in diese Welt“ so berichtete Weber über das Ergebnis einer Religionsstunde. Aber genau darin sah Weber den Kern der Weihnachtsbotschaft, nämlich dass Gott nicht ein ferner Zuschauer ist, sondern sich auf die Menschen und ihr Leben einlässt. „Jesus Christus ist angekommen bei uns – das ist Weihnachten“ so Weber.

Traditionell wird bei der Krippenfeier auch ein Krippenopfer eingesammelt. Mit diesem Geld wird dieses Jahr die Sternsingeraktion unterstützt, um die Kinderarbeit in Indien zu bekämpfen.

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