Waldseer Weintage 2019

Lieblingsweine für Jung und Alt

Bei den Waldseer Weintagen spielen Geselligkeit und Weinprobe für die Besucher eine wichtige Rolle

veröffentlicht in der Schwäbischen Zeitung vom 18.11.2019

Bad Waldsee (dhe): Neulinge und Kenner finden sich unter den rund 300 Besuchern die am Freitagabend in das Haus am Stadtsee drängten, um sich auf der Suche nach ihrem Lieblingswein zu begeben. Ohne solch ambitionierte Ziele – wir trinken nicht ziellos, so ein Besucher – kann man aber auch einfach die gesellige Atmosphäre im Foyer genießen, tiefschürfende Weisheiten zum Wein und Weltgeschehen austauschen und sich an den guten Tropfen erfreuen.

Auch bei den 16-ten Waldseer Weintagen hat Erwin Klingele für seine Gäste wieder eine abwechslungsreiche Auswahl von rund 250 verschiedenen Weinen aus seinem Sortiment zusammen gestellt. Die Weinhändler und Produzenten bringen ihr Knowhow und ihre Erfahrung mit, damit den eifrigen Weingenießern neben dem Probeschluck auch das passende Wissen rund um den edlen Tropfen mitgegeben wird. Günter Hermann von der Weinhandlung Bernard Massard erklärt gerade Hans Wiest, dass es sich bei dem Appassimento in seinem Glas um einen Wein handelt, bei dem die Traube vor dem Keltern getrocknet wird, wodurch sich ein intensiverer Geschmack ergibt. Neben Wiest steht Michael Renz, der auf den Weintagen mit konkreter Kaufabsicht italienische Weine probiert. „Es ist zwar toll die Weine vor Ort in Italien zu probieren“ schwärmt Renz, „aber beim Transport über die Alpen ändert sich oftmals der Geschmack“. Eine Erfahrung die schon viele Italienreisende gemacht haben weshalb es natürlich ein großer Vorteil ist, die Weine in der Heimat verkosten zu können. Wie das richtig geht, erklärt Regine Haas von der Weinmanufaktur Untertürkheim. Man sollte sich auf eine bestimmte Sorte festlegen, so Haas und diese dann bei den Anbietern – immerhin gibt es rund 20 Aussteller bei den Waldseer Weintagen – ausprobieren. Auch die Besucher Roland und Wiese haben eine alte Winzerweisheit zur Verkostung parat: „stehen lassen, schwenken und dann erst trinken und nach einem halben Dutzend Versuchern auch zwischendurch mal was essen“. Wenn es mehr als trocken Brot sein sollte, hatte Andreas Ostrowski von der BBQ&More Manufaktur frisch zubereitete Steaksandwiches im Angebot, die auf große Begeisterung stießen. Robin, Max und Maximilian haben sich dieses Jahr entschlossen, dem Weineinkauf etwas Struktur zu geben. „Bisher haben wir nur auf gut Glück gekauft“ erklärt der 25-jährige Max im Gespräch mit der SZ und findet es richtig toll, dass man aus einer großen Vielfalt probieren kann. Einen Favoriten hat Max auch schon gefunden, den trockenen Spätburgunder von der Kellerei Bischoffinger vom Kaiserstuhl. „Es ist auf jeden Fall eine Veranstaltung, die man weiter empfehlen kann“, sind sich die drei jungen Männer einig.

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