Waldstockfestival 2025

Rund 3000 begeisterte Musikfans beim Waldstockfestival

Es waren zwei wunderbare Sommertage beim Waldstockfestival in Gaisbeuren. Das schöne Wetter haben wir uns verdient, meint die Vorsitzende des Waldstock e.V. Maya Vögel. Warum die Veranstalter zu Recht das schöne Wetter verdient haben, berichtet unsere Mitarbeiter, der das Festival besuchte.

veröffentlicht in der Schwäbsichen Zeitung am 11.08.2025

Mit dem Waldstockgelände und dem hoch motivierten Team des Waldstockvereins beherbergt die Stadt Bad Waldsee eine Perle, wie es weit und breit keine zweite gibt. All die Ehrenamtlichen Helfer rund um Maya Vögel hatten auch heuer wieder alles perfekt organisiert, so dass sich nicht nur die rund 3000 Besucher über eine gelungene Veranstaltung freuen konnten, sondern auch die Künstler glücklich waren, hier auftreten zu können. Die Sängerin der Gruppe Antischall brachte es auf den Punkt „Wir haben uns in das Festival schockverliebt und sind total glücklich hier zu sein.“ Das war am späten Samstagabend, als Antischall die Besucher mit wildem schnellem Punkrock begeisterte. Zwei Gitarren, ein Bass, Drums und eine Sängerin – mehr braucht es nicht für gute Mucke. Eigentlich, denn es braucht natürlich auch jahrelange Erfahrung und das Beherrschen von Instrument und Stimme. Letzteres lernt man in der Musikschule, die Erfahrung hingegen auf der Bühne. Deshalb sieht sich das Waldstockfestival am Bandsamstag auch als Plattform für Jungmusiker, um auf einer großen Bühne mit professioneller Technik Auftrittserfahrung zu sammeln, erklärt Vögele. Da sei es dann auch egal, ob 100 oder 1000 Zuhörer vor der Bühne stehen. Genutzt hat diese Möglichkeit die Gruppe Feuerflammen von der Musikschule Soundwerk. Am Samstagnachmittag spielen Kerstin und Bruno an der E-Gitarre, Matthias am Keyboard, Vincent am Schlagzeug und Sängerin Selena drei Stücke. Im Publikum stehen die Eltern und Freunde und halten den Auftritt mit ihren Smartphones fest. Selena, schon ein bisschen älter und vor allem bühnenerfahren, kümmert sich als Coach um die junge Band. Dazuhin bringt sie Musikwissen mit, beherrscht mehrere Instrumente und vertritt die Auffassung „Zu einer Band gehören Auftritte, wozu übt man sonst?“

Genug geübt haben auch die anderen Bands am Samstag. Ben Babylon sind drei gestandene Männer, die mit Gitarre, Bass und Drums schnörkellosen, direkten Rock auf die Bühne bringen und kräftig in die Saiten greifen. Zimt und Zorn, eine deutschsprachige Band aus Konstanz hatte gut gelaunte, melodiöse Popmusik mitgebracht und eröffnete den Auftritt mit der vielsagenden Frage „Wie klingt eigentlich orange?“ Die Antwort gab es in den folgenden 60 Minuten – es klingt bunt, persönlich, betroffen, hoffnungsvoll, manchmal politisch, aber vor allem gut.

Der Freitagabend gehört beim Waldstockfestival den DJ’s und beim Blick auf das Line-Up gibt es mit Frieder & Jakob, P1ZZY und DJ Lony gleich mehrere Künstler, die ihre Wurzeln in Bad Waldsee haben. Der eine oder andere Waldseer ist gezielt gekommen, um seine Stars live auf der Bühne zu erleben. Eberhard Fitz und Sabine Kibler waren wegen DJ Lony gekommen, um selber zu erleben, wie diese zur besten Abendzeit für gute Laune sorgte. DJ Lony, bereits zum zweiten Mal beim Waldstockfestival, legte souverän auf und mixte Klassiker von ABBA, KISS und SafriDuo mit modernen Beats. Für den Waldseer DJ P1ZZY war es hingegen der erste Auftritt und er stand deutlich früher am Tag auf der Bühne. Das hatte aber den angenehmen Effekt, dass die Sonne direkt auf die Bühne geschienen hat. „Das war wunderschön“ schwärmt er nach seinem Auftritt. Stilistisch abwechslungsreich und verschieden waren DJ SKAT mit einem harten, basslastigen Set und DJ Mel.Z mit vielen tanzbaren Takten. Subtil zog sie während ihres Auftritts das Tempo und die Stimmung nach oben.

Quasi in der Nachbarschaft wohnt Oberbürgermeister Matthias Henne und so lag es nahe mit seiner gesamten Familie einen Abstecher zum Festivalgelände zu machen. Henne findet, dass das Waldstockfestival ein super Beispiel für gelebtes Ehrenamt ist, welches er gerne unterstützt. Zum Resümee noch einmal Maya Vögel, die sich riesig freut, dass zum 15-jährigen Vereinsjubiläum ein perfektes Festival durchgeführt werden konnte. Das gute Wetter haben wir uns verdient, ist sie überzeugt, denn wir hatten zwei Jahre Regen und davor war Corona.

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