Ostern in St. Peter

Die Osterfeierlichkeiten in St. Peter in Bad Waldsee – ein Überblick (aus dem Archiv)

Die Heilige Woche von Palmsonntag bis Ostermontag mit der Kamera begleitet. (mit Hinweis zu Bibelstellen)

Palmsonntag – feierlicher Einzug Jesu in Jerusalem (Mt 21,1-11)

Gründonnerstag – das letzte Abendmahl Jesu mit Fußwaschung (Joh 13,1–17)

Karfreitag (Joh 18,1-19,42)

Am Karfreitag schweigen die Glocken auf den Kirchtürmen. Statt dessen bedienen die Ministranten die alten Holzrätschen, die direkt neben den Glocken eingebaut sind.

Nachmittags um 15:00 Uhr ist die Feier vom Sterben und Leiden Christi. Nach dem stillen Einzug wird die Passionsgeschichte nach Johannes gelesen. Zur Kreuzverehrung wird das Kreuz erhoben und das verhüllende Tuch abgenommen. Danach knien und verehren zunächst der Pfarrer, dann die Ministranten und schließlich die gesamte Gemeinde das Kreuz.

Karsamstag

Die Kirche bleibt den ganzen Tag geschlossen. Warum? Ein Archivbild (2010) gibt Antwort.

Ostern – Feier der Osternacht  (Mt 28,1-10)

veröffentlicht in der Schwäbischen Zeitung vom 18.April 2017, Ausgabe Bad Waldsee – Aulendorf

In St. Peter kommen über dreihundert Gläubige zur Feier der Osternacht

Feierten die Gemeinden in Aulendorf, Reute, Michelwinnaden und Haisterkirch bereits am Samstagabend die Auferstehung Christi, so trafen sich die Gläubigen von St. Peter am Sonntag um fünf Uhr in der Früh, um die Osternacht zu feiern. Es war noch tief dunkle Nacht, als Pfarrer Stefan Werner zusammen mit Daikon Marcel Görres am lodernden Osterfeuer die Osterkerzen entzündete. Im Kerzenschein zogen sie dann mit über 50 Ministranten in die dunkle Kirche ein. Doch nicht mit brennenden Kerzen erweckt man die Welt, sondern mit brennenden Herzen, erklärte Gemeindereferentin Sandra Weber. In ihrer Predigt stellte Weber die Parallelen zwischen der alttestamentarischen Schöpfungsgeschichte und dem Bericht zur Auferstehung im Matthäusevangelium heraus. Beides mal gehe es um eine Schöpfung, so Weber und weiter „Es ist seit Ostern eine neue Welt, in der der Tod besiegt ist“. Weber hat genau gelesen, denn ihr war aufgefallen, dass die Alte Schöpfung zuerst an Männern (Adam) wirkte, wohingegen die neue Schöpfung zuerst bei den Frauen am leeren Grab wirkte.

Im Gottesdienst wurden die mitgebrachten Speisen und das Taufwasser gesegnet. Zum anschließenden Osterfrühstück blieben rund 50 Gläubige im benachbarten Gemeindehaus St. Peter.

Ostern – Festgottesdienst (Joh 20,1-18)

veröffentlicht in der Schwäbischen Zeitung vom 18.April 2017, Ausgabe Bad Waldsee – Aulendorf

Christus ist erstanden

Orchestermesse mit Projektchor und Solisten singen Credomesse von Mozart

„Wunderbares ist geschehen, der Herr ist auferstanden, er hat den Tod besiegt“ verkündete Pfarrer Thomas Bucher im Festgottesdienst an Ostern. Mögen Zweifler hier ein „Wer´s glaubt wird selig“ entgegenstellen, so erwächst dem Christ aus den Schilderungen des Evangeliums eine Glaubenssicherheit. Bucher legte in seiner Osterpredigt dar, dass die Faktenlage aus den biblischen Berichten zwar eine Zumutung sei, es in den Berichten aber ganz andere Schwerpunkte gebe. „Es sind Glaubenszeugnisse“ erklärte Bucher, die darüber berichten, wie die Jünger Hilfestellung von den Engeln und vom Auferstandenen selbst erhielten, damit sie die Osterbotschaft verstanden und aus Unglauben Glaube wurde. Mit diesem Glauben werde man selig und kann ein Leben führen, „in dem alles möglich ist, sogar ein Leben nach dem Tod“ bringt Bucher die Osterbotschaft auf den Punkt. Die Credomesse von Wolfgang Amadeus Mozart wurde vom Projektchor und den vier Solisten Katrin Szerdahelyi (Sopran), Dr. Helga Ruepp (Alt), Andreas Altstetter (Tenor) und Oliver Haux (Bass) gesungen. Die Gesamtleitung über Chor und den Orchesterkreis St. Peter hatte Hermann Hecht, der von seinen Musikern zum Finale noch das Händelsche Halleluja erklingen ließ.

Ostermontag – Emausgang (Lk 24,13-35)

Die Kolpingfamilie Bad Waldsee hat dieses Jahr die Tradition des Emausgangs am Ostermontagmorgen wiederbelebt.

Gemeinsam mit Diakon Klaus Maier trafen sich 20 Gläubige auf dem Kirchplatz. Der Weg führte um den Stadtsee, durch die Altstadt und weiter durch den Schlosspark zur St. Anna Kapelle in Steinach. Unterwegs machte die Gruppe Station am Labyrinth und am Spital. Die Impulse von Klaus Maier drehten sich um die Lebensspuren, das Kreuz und schließlich das gemeinsame Mal der Emausjünger mit Jesus, das Zeichen, an dem sie den Herrn erkannten. Auch die 20 Gläubigen freuten sich, als sie bei kühler Witterung in der warmen St. Anna Kapelle ankamen und Maier ihnen Brot austeilte. Das Brot wurde geteilt. Der Rückweg führte zur Kirche St. Peter. Die Gruppe erreichte die Kirche genau um11:00 Uhr und konnte so gemeinsam mit Pfarrer Stefan Werner in die Kirche einziehen und den Gottesidenst feiern.

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