Skater Contest – Regio Cup

Party und sportlicher Wettkampf bei strahlendem Sonnenschein

Young Culture und Jugendhaus veranstalten Skatcontest

Veröffentlicht in der Schwäbischen Zeitung vom 18. Juni 2018

 

Der Skaterplatz hinter dem Stadtsee lag am Samstagnachmittag in der prallen Sonne. An den schattigen Plätzen am Rande des Platzes sitzen Grüppchen von Jungs und Mädels, die das quirlige Treiben auf dem Platz verfolgen. Noch ist die warm-up Phase für den großen Skatecontest im Rahmen des Regio-Cups. Mit rund 70 Personen auf dem offenen Wettkampfgelände ist die Veranstaltung gut besucht. Rund 20 davon werden mit ihrem Skateboard um den Sieg im Regio-Cup kämpfen. Der Waldseer Simon Bauer, alias DJ Nomez von Commaklar hat sein technisches Equipment dabei und versorgt die Veranstaltung mit lässigem Hiphop.

Das Jugendkulturhaus Prisma und der Verein Young Culture organisieren bereits zum zehnten Mal einen Skatecontest auf dem Waldseer Skaterplatz. Dieses Jahr ist der Wettbewerb aber erstmalig Teil des Regio-Cups, zu dem sich sieben Jugendhäuser aus der Region unter dem Dach des Kreisjugendrings zusammen getan haben. Organisator in Bad Waldsee ist Raphael Baumann, der es sich nicht nehmen lässt auch selber aktiv am Wettbewerb teilzunehmen. Im Gespräch mit der SZ betont er, dass die Durchführung des Wettbewerbs ohne die Unterstützung der Bildungsstiftung Bad Waldsee, des Kreisjugendrings und von Fossy´s Skateshop nicht möglich wäre. Das beinhaltet auch die Sach- und Geldpreise, die den Gewinnern der Wettbewerbe winken.

Der Wettbewerb startet mit den jüngeren Teilnehmern in der Altersklasse B bis 15 Jahre. Der siebenjährige Lennard macht den Auftakt und zeigte dass er mit seinem Skateboard schon einige Tricks beherrschte. Die Tricks, also die „Kunststückchen mit dem Board“, das ist der Dreh- und Angelpunkt im Skatecontest. An den fest installierten Hindernissen, den Rampen, Geländern und Kanten entwickeln und präsentieren die Skater ihre vielfältigen Tricks, bei denen Schnelligkeit, Präzision und der Gleichgewichtssinn entscheidende Rollen spielen. Am Start sind ausschließlich Jungs und Männer. Der Sport ist eine Männerdomäne. Das bestätigt auch Baumann und ergänzt „die Schmerztoleranz muss schon hoch angesetzt sein“. Das kann auch Steffen Grinschgl bestätigen. Der Waldseer startet in der überregional besetzten Altersklasse A und steht seit seinem 12-ten Lebensjahr auf den Brettern. „Es ist fast wie eine Droge, man kommt vom Board nicht mehr los.“ Eine Altersgrenze nach oben gibt es für Grinschgl nicht, solange die Knochen noch mitmachen. In seiner Altersklasse sind die Tricks natürlich spektakulärer. Jeder Skater hat großzügige 90 Sekunden Zeit, auf dem Platz seine individuelle Kür zu präsentieren. Mit der Zeit ist man aber großzügig. Der Moderator Baumann und die drei Jurymitglieder – die Jugdes – gewähren jedem Teilnehmer kurz vor Zeitablauf noch einen Trick und dazu noch einen „last Trick“, also die Chance es noch einmal zu zeigen. In mehreren Durchgängen werden die Schwierigkeit, die Abwechslung und natürlich die Ausführung der Tricks bewertet.

 

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