Liebende vom Stadtseebrückle – Glosse

Die Liebenden vom Stadtseebrückle

In Bad Waldsee‘s Parkanlagen, in der Krumhalde, im Schlosspark und rund um den Stadtsee jubiliert und pfeift es seit dem ersten März mit volltönender Vehemenz. Gerade noch hatten wir polares Winterklima und nur wenige Tage später finden wir uns im mediterranen Frühling wieder. Die Vogelwelt hat prompt reagiert und mit der Balz begonnen. Ist diese erfolgreich gewesen, wird nach einer passenden Bleibe gesucht, um den Nachwuchs groß zu ziehen. Ein Nest soll auf Bäumen und im Gestrüpp errichtet werden. Zum Glück für das junge Glück verbietet das Bundesnaturschutzgesetz im § 39 allen Straßenwärtern, Stadt- und Hobbygärtner seit dem 1. März das Herumschnippeln und Zurechtstutzen an Hecken und Gehölzen. Es ist eine komfortable Situation für die gefiederten Freunde, bei freier Wohnungswahl auch gleich noch einen gesetzlich verankerten Kündigungssschutz zu genießen.

Ganz anders hingegen die menschliche Spezies, die nach wochenlangem Winterblues und Kontaktbeschränkungen nun auch von Frühlingsgefühlen durchströmt wird. Kein realer Raum zur Kontaktanbahnung und falls es mit der virtuellen Partnerbörse geklappt hat, dann mangelt es bekanntlich an geeigneten Wohnraum. Also bleiben einstweilen nur die öffentlichen Plätze und Wege, auf denen sich ein erstes Rendezvous arrangieren lässt. Geeignete Treffpunkte sind das Wasserschloss, die Wassertretstelle in der Krumhalde, beim Aussichtsturm oder das Stadtseebrückle am Pfaffenbach. Auch Amor schaut da gerne mal vorbei.

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