Tonart goes ABBA

Thank you for the music – liebe TONart-Sänger

ABBA Hits begeistern im Neyer Forum weit über 1000 Besucher  

veröffentlicht in der Schwäbischen Zeitung vom 25.11.2019

Dreimal ausverkauft mit jeweils rund 400 Besuchern war an diesem Wochenende das Neyer Forum in Mennisweiler, in dem der Chor TONart nun ABBA ins Visier nahm, nachdem in den letzten Jahren schon mit Queen und Klassik-Rock das Publikum begeistert wurde. Der Chor verstand es dank seiner gelungenen Präsentation die Besucher mit dem ABBA-Fieber, gemeinhin bekannt als „ABBAmania“, zu infizieren. Auf der Zeitreise zurück in die 70-er Jahre überschütteten die mehr als 60 Sängerinnen und Sänger die Zuhörer geradezu mit Hits der schwedischen Poplegenden. Vom beschwingten Mitwippen der Füße bis zum Tänzchen im hinteren Teil der Halle hatte das Publikum schnell Wege gefunden, um an dem dargebotenen Musikerlebnis aktiv teilzunehmen.

Die Chorleiterin Geli Holzmann hatte für das Programm „TONart goes ABBA“ 17 Stücke ausgewählt, bei denen neben den legendären Platz 1 Hits auch unbekanntere Stücke vertreten waren. Nicht immer kam der Chor in voller Besetzung zum Einsatz. Mit abwechselnd besetzte Ensembles gelang es sehr gut, dem Charakter der einzelnen Stücke nahe zu kommen, den bei weitem nicht jedes Lied verträgt die geballte Kraft und Energie eines großen Chores.

Mit „Dancing queen“ starteten die Damen des Chores in den Abend, während die Männer noch bis zum sechsten Stück im Hintergrund blieben. Auch bei „Honey honey“ schallte konzentrierte Frauenpower durch die Halle, wobei für dieses Stück vielleicht eine kleinere Besetzung angemessener gewesen wäre. Diese gab es jedoch bei den eher weniger bekannten Stücken „Angel eyes“ und „When all is said and done“. Gerade letzteres wirkte sehr eindrücklich, denn von der Moderatorin Sabrina Jagode wurden zuvor die dazugehörenden Lyrics vorgetragen – ein Tex der vom Herbst des Lebens erzählt. Ein Gesangssolo von Lisa Madlener und ein Gitarrensolo von Edi Kohldörfer setzten akustische Marken im Stück „Our last summer“, wobei es vor allem der makellose Gesang von Madlener war, den das Publikum mit viel Applaus honorierte. Nicht minder begeisternd war das Stück „Lay all your love“ mit Robert Pfeiffer. Der schöne Bass von Pfeiffer und die dynamisch steigernden Chorsätze ergaben ein absolut hörenswertes Gesamtbild. Voluminös und zu recht in voller Chorstärke wurden die Stücke „Money, money, money“ und „Waterloo“ gesungen. Die ganze Dramatik, die Jagode mit den Lyrics zum Ausdruck brachte, verkörperte der Chor mit seiner nur vom Piano begleiteten Fassung des Stücks „The winner takes it all“.

Das großartige Neyer Forum war vom Chor stylisch dekoriert worden und auch bei den Pausengetränken war man ganz auf das schwedische Popquartett eingestellt. Ob ABBarol, Dancing Queen oder Mamma Mia, für die gleichnamigen Cocktails standen die Besucher Schlange.

Für die zweite Hälfte gab es bei den Sängern einen Kostümwechsel zu weißem, goldenem und silbernem Glitteroutfit und als Einstieg den Erfolgshit „Waterloo“, mit dem ABBA 1974 den Eurovision Song Contest gewonnen hatte. Der Keyboarder der Begleitband, Randy Mistele bewies beim Stück „Take a chance on me“, dass er neben seiner Fingerfertigkeit auch über eine ausgezeichnete Gesangsstimme verfügt. Weitere Bandmitglieder sind Yann Zimmermann am Schlagzeug, Edi Köhldorfer an der Gitarre und Oliver Sampson am Bass. Interessant und im positiven Sinne bemerkenswert war das weniger bekannte Stück „Under attack“, das von einem siebenköpfigen Ensemble in einem trotzig frechen Stil gesungen wurde, der so gar nicht in das harmonische ABBA-Bild passt. ABBA-typische Hits wie „Mamma mia“ und „Super trouper“ dagegen machten in voller Chorbesetzung richtig gute Laune und das Mitklatschen im Rhythmus kam von ganz alleine.

Wie sollte solch ein Konzert anders enden, als mit dem Stück „Thank you for the music“ – ein Satz den eigentlich das Publikum den Akteuren zusprechen sollte. Mit langanhaltenden Zugaberufen zeigte das Publikum nicht nur seine Dankbarkeit, sondern auch seine Begeisterung über den gelungenen Konzertabend.

Beiträge

Verfasst von:

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.