Compagnie Areski – Millefeuilles

Compagnie Areski verblüfft und begeistert mit Millefeuilles

Internationales Highlight zum Auftakt der 5-ten Figurentheatertage


Veröffentlicht in der Schwäbischen Zeitung vom 18.10.2021

Die Technik ist simpel, die Präzision und Kreativität mit der sie ausgeführt wurde schlichtweg umwerfend. Lukasz Areski aus Frankreich ist hager gewachsen und wortkarg, da es seine Kunst schafft, in einer universellen Sprache einen besonderen Blick auf die Alltäglichkeiten des Lebens zu werfen. Dass es dabei ab und zu skurrile und unerwartete Wendungen geben kann, bereitet dem Publikum sichtbares Vergnügen. Die Kunst Areski´s bedingt es, dass bei einer Vorstellung nur 25 Personen teilnehmen können. Zur Kompensation waren am Freitagabend gleich drei Vorstellungen nacheinander angesetzt und diese waren alle ausverkauft. Areski bespielte im Spitalkeller zwei Räume. Der erste ist dunkel und mit einer Unzahl filigraner Scherenschnittfiguren aus weißem oder schwarzem Tonpapier bestückt. Die Besucher sind gefordert. Werden Sie nicht aktiv passiert zunächst einmal nichts. Aber bereits die Taschenlampenfunktion der Handys genügt, um im ganzen Raum bemerkenswerte Schattenspiele an die Wände zu projizieren. Staunende Aahs und Oohs erfüllen den Raum. Im zweiten Raum übernimmt ein Tisch die Funktion einer Bühne, auf der Areski seinem Publikum fünfminütige Vorstellungen bietet. Und hier wird auch der Name des Programmes „Millefeuilles“ klar, ein Begriff der im Wörterbuch als Cremeschnitte aus Blätterteig übersetzt wird. Areski blättert quasi in den vor ihm liegenden Stapeln aus Scherenschnittfiguren und erzählt seine poetisch schönen Geschichten.

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