Reitturnier – Springreiten

300 Reiter machen mit ihren Pferden große Sprünge im Urbachtal

Reit- und Fahrverein veranstaltete Turnier für Dressur- und Springreiten

veröffentlicht in der Schwäbischen Zeitung vom 24.06.2019

Drei Tage lang herrschte auf der Reitanlage des Reit- und Fahrvereins Bad Waldsee unter dem Urbachviadukt reges Wettkampftreiben. Dressur- und Springreitturniere in verschiedenen Klassen wurden ausgetragen und die Teilnehmer waren aus ganz Oberschwaben gekommen. Insgesamt 300 Reiterinnen – ein paar Männer waren auch dabei – gingen in 18 verschiedenen Wettbewerben an den Start.

Am Samstagnachmittag fand bei idealen Wetterbedingungen – trocken und nicht zu heiß – die Springprüfung Klasse A** statt. Dass der Parcours zur entsprechenden Leistungsklasse passt, dafür sorgte der Parcoursbauer Karl-Heinz Wiedemann, der vor jeder Prüfung die Hindernisse neu anordnete und die Hindernishöhen überwachte. Zum Klasse A** Springen hatte sich ein 50-köpfiges Teilnehmerfeld gemeldet – das galt zu mindestens für die Anzahl der Pferdeköpfe, denn Reiterinnen waren es weniger. Gleich ein halbes Dutzend Reiterinnen war mit mehreren Pferden angereist und konnte so auch zwei oder gar dreimal starten und im Idealfall sogar mehrere Podestplätze belegen. Mit einem Pferd auf den zweiten Platz gesprungen war die Waldseer Malena Frick. Claudia Frick begleitet seit nunmehr 20 Jahren ihre Tochter zu den Turnieren und kennt die Abläufe und den Betrieb ganz gut. „Für die eine Minute Wettkampfzeit muss man rund zwei Stunden Zeit mitbringen. Warmreiten, Turnierbesichtigung und Pferdepflege nach dem Ritt gehören auch dazu.“, erklärt sie der SZ. Wie Fricks kommen auch auswärtige Reiter schon seit Jahrzehnten zu den Unterurbacher Reitturnieren. Anja Lange-Weishaupt vom Reitverein Krumbach gefällt die schöne Atmosphäre und auch Rosi Schneider aus Hauerz ist hier schon vor 20 Jahren geritten. Nach einer längeren Pause sitzt sie seit einem Jahr wieder auf dem Pferd und geht beim Mannschaftsspringen an den Start. Der Turnierplatz ist in ihren Augen vor allem deshalb anspruchsvoll, weil Zuschauer und Wettkampfrichter sehr nahe am Parcours sitzen. Doch gerade dies macht natürlich ein Besuch beim Reitturnier zu einem besonderen Erlebnis, so dass eben nicht nur die Freunde und Familien der Reiter zuschauen, sondern der eine oder andere Familienausflug während der letzten drei Tage auf das Reitgelände führte. Zur angenehmen Atmosphäre trägt auch das adrette Erscheinungsbild der Reiterinnen bei, das übrigens nichts mit Eitelkeit zu tun hat, noch ist es dem Zufall geschuldet. Es gibt im Reitsport eine genormte Turnierkleidung, erklärt Tobias Lorinser vom Reit- und Fahrverein Bad Waldsee der SZ „Die Hosen sind immer weiß, auch die Jacke ist Pflicht, bei der Farbe darf man jedoch variieren, der Helm ist Pflicht und die hohen, engen Lederstiefel genügen am besten den praktischen Anforderungen, um die Pferde durch intensiven Beinkontakt zu leiten“.

Bevor am Sonntag die Springprüfungen fortgesetzt wurden, fand in der Reithalle ein Gottesdienst mit Pfarrer Stefan Werner statt, der musikalisch von der Musikkapelle Haidgau begleitet wurde. Im Anschluss an den Gottesdienst segnete Werner auf dem Turniergelände die Pferde.

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